Patagonien pur – Granit und Eis

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Patagonien pur – Granit und Eis2016-11-25T16:12:02+00:00

Patagonien pur – Granit und Eis vom 12. Februar 1999 bis 05. März 1999

Hier werden Sie eine 3-wöchige Tour durch Patagonien mit herrlichen Trekkingtagen am Fuße des San Lorenzo (3705 m) und dem Fitz Roy, die atemberaubende Umrundung des Torres del Paine-Massivs, die Eisabrüche am Perito Moreno-Gletscher und die Einsamkeit der argentinischen und chilenischen Steppe Patagoniens kennenlernen. In dieser unberührten und wunderschönen Landschaft kommt ein Naturliebhaber voll auf seine Kosten, ob es stürmt, wie aus Eimern regnet oder die Sonne gnadenlos von einem wolkenlosen Himmel brennt.

Torres del Paine

1. und 2. Tag: Flug von Deutschland nach Santiago de Chile – Stadtbesichtigung

an der Plaza de Armas

Flug am Abend von Deutschland nach Santiago de Chile. Wir erreichen morgens den internationalen Flughafen Arturo Merino Benítez. Es ist das Drehkreuz Chiles und wichtigster Flughafen. Er liegt im Stadtteil Pudahuel nordwestlich des Zentrums von Santiago de Chile. Die ersten Eindrücke gewinnen wir auf der Fahrt zum Hotel. Die Hauptstadt Chiles liegt in einem Talkessel auf einer Höhe von 500 m umgeben von den Gipfeln der Anden am Fluss Rio Mapocho. Die Stadt wird im Süden vom Rancagua-Becken, im Norden vom Aconcagua-Tal und seitlich von der Anden- und Küstenkordillere begrenzt. Heute hat Santiago de Chile ca. 5,5 Millionen Einwohner, mit den Ballungsräumen ca. 8 Millionen. Am Nachmittag unternehmen wir eine Stadtbesichtigung und genießen am zentralen Platz ?Plaza de Armas?, im Herzen der Hauptstadt, das pulsierende und lebhafte Treiben der Chilenen. Dort sehen wir die Kathedrale, den früheren Nationalkongress und den Justizpalast und verschiedene Regierungsgebäude. Danach besteigen wir am Rande der Altstadt den Cerro Santa Lucia, eine grüne Oase auf einem Hügel, auf dem Santiago gegründet wurde. Heute hat der Hügel einen parkähnlichen Charakter und von dort genießt man eine herrlichen Ausblick auf die Stadt Santiago.

Kirche am zentralen Platz de Armas

Regierungsgebäude

Denkmal

Ausblick vom Hügel auf die Stadt

in einem Park

Cerro Santa Lucía

3. Tag: Flug nach Balmaceda – Lago General Carrera – Puerto Guadal

Früh am Morgen fahren wir zum Flughafen und treten den Inlandsflug in Richtung Nordpatagonien an. Nach dem 1400 km langen Flug nach Balmaceda mit einer kurzen Zwischenlandung in Puerto Montt erreichen wir endlich das ersehnte Land. Wir verstauen unser Gepäck auf den Kleinbus und fahren auf der Carretera Austral durch die atemberaubende und einsame Landschaft Patagoniens 300 km in Richtung Süden zum Lago General Carrera. Die Carretera Austral ist eine 1350 km lange Straße die von Puerto Montt bis nach Villa O´Higgins an der Südgrenze der Region Aisén geht. Die offizielle Bezeichnung lautet Ruta CH-7. Auf der Fahrt passieren wir herrliche Wälder und bestaunen die großen Flusstäler. 1991 wurde diese Region durch eine Naturkatastrophe heimgesucht. Der Hudson Vulkan streute ein Regen aus Asche und Bims über die Landschaft. Wir erreichen bald die Westausläufer der Sees General Carrera. Dies ist der zweitgrößte See Südamerikas nach dem Titicaca-See und hat Fläche von ca. 1850 km². Schlussendlich erreichen wir die kleine Ortschaft Puerto Guadal. Ein Dorf mit 500 Einwohnern und liegt an der Westküste des Lago General Carrera. Die erste Nacht verbringen wir in einer Lodge, besser gesagt ein wunderschönes Holzhaus oberhalb des Sees und genießen den ersten Abend in Patagonien in der eindrucksvollen Landschaft.

Flug nach Balmaceda

Verladen des Gepäcks am Flughafen

einsame Telefonstation

auf der Carretera Austral

Blütenpracht am See General Carrera

tolle türkisblaue Seen

impossante Flusstäler

4. und 5. Tag: Wanderung und Fahrt in die San Lorenzo Berge

enge Straßenbrücke auf der Carretera Austral

Am heutigen Tag unternehmen wir eine kleine Wanderung und lassen die tolle Landschaft Patagoniens auf uns wirken. Am Nachmittag sind wir wieder an der Lodge und können den Rest des Tages nach Lust und Laune selber bestimmen. Den Abend lassen wir uns bei einem schönen Essen mit Wein oder Bier ausklingen bevor wir am nächsten Tag in Richtung San Lorenzo Berge aufbrechen. Am nächsten Morgen laden wir die Sachen auf die Fahrzeuge und fahren dem Rio Baker entlang nach Cochrane. Der Rio Baker ist auch der wasserreichste Fluss Chiles. Cochrane ist eine Zwischenstation der Carretera Austral und liegt rund 340 km südlich von Coyhaique. Sie hat rund 3000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Provinz Capitán Prat. Dort verlassen wir die Carretera Austral und biegen in das Tal des Rio Tranquilo ab. Wir fahren durch die atemberaubende Landschaft mit den wilden großen Flusstälern und gelangen langsam in die vergletscherten Region des San Lorenzo. Nach ca. 120 km erreichen wir das Ende der Straße und bauen zum ersten Mal unsere Zelte auf. Von hier aus gehen wir am nächsten Tag in die Berge des San Lorenzo (3705 m). Der erste Abend unter freiem Himmel ist dann auch in dieser Landschaft was ganz besonderes und es wird noch besser.

die schöne Lodge am Lago General Carrera

Packen und Abfahrt in die San Lorenzo Berge

Bauer mit Ochsenkarren

Fahrt in Richtung San Lorenzo

auf der Wanderung

Natur pur kurz vor dem Endziel

6. Tag: Zur Almhütte Fundo San Lorenzo im Tal Rio Tranquilo

Wir brechen früh in die San Lorenzo Berge auf. Da genügend Zeit am heutigen Tag besteht können wir die tolle und einsame Landschaft genießen. Auf einem Fahrweg wandern wir taleinwärts in Richtung Osten. Unterwegs gelangen wir an einem rauschenden Fluss den wir mittels Pferden durchqueren müssen, da er zu tief und reisend ist. Unsere Begleiter führen uns sicher über den Fluss und alle haben später die andere Seite erreicht. Weiter marschierend im leichten auf und ab erreichen wir das Tal des Rio Tranquilo. Über einen Rücken steigen wir bergauf und sehen das grüne Tal vor Augen mit Blick auf die vergletscherten Gipfel der Cordon Cochrane. Danach steigen wir hinunter ins Tal zur Almhütte Fundo San Lorenzo. Hier bauen wir unsere Zelte auf und essen mit unseren Begleitern zu Abend.

Karte San Lorenzo

der Zeltplatz am Ende der Straße

die Durchquerung des Flusses

Pferde unterwegs mit Blick zur Cordon Cochrane

Packen der Ausrüstung für die Pferde

mittels Pferde

das grüne Tal des Rio Tranquilo

der Fahrweg am Anfang der Wanderung

kleiner Aufstieg

kurz vor der Almhütte, abenteuerliche Überquerung

7. Tag: Aufstieg zum Zeltplatz des San Lorenzo

Von der Almhütte queren wir das Tal des Rio Tranquilo und steigen auf einen aussichtsreichen Rücken bergauf. Hier haben wir einen grandiosen Ausblick auf die Cordon Cochrane mit seinen vergletscherten Gipfeln. Nach der kleinen Pause geht es in den Canyon Arroyo San Lorenzo. Hier steigen wir durch dichte Wälder in Richtung San Lorenzo und treffen kurz unterhalb der Vegetationsgrenze auf den Zeltplatz wo wir heute übernachten werden. Am frühen Nachmittag steigen wir zu den Moränen hinauf die vom Gipfel des San Lorenzo herunterkommen. In der Moränenlandschaft liegt auch ein wunderschöner grüner Gletschersee den wir besuchen können oder wir steigen seitlich über weglose Hänge bergauf um auf die atemberaubende Kulisse des San Lorenzo blicken zu können. Am späten Nachmittag kehren wir zurück zum Zeltplatz wo schon unserer Begleiter ein Asado herrichten. Das sind große Fleischstücke die leicht geneigt auf Spieße in Kreuzform rund um ein Feuer platziert und mit Flamme und Glut gegart werden. Das Festmahl schmeckt außerordentlich gut und wir werden auf der Reise noch einige Asados mitbekommen. Natürlich darf Bier oder Wein nicht fehlen.

die Almhütte Fundo San Lorenzo

erster Blick zum San Lorenzo (3705 m)

Blick auf die Gletscher

auf dem Rücken mit Blick zur Cordon Cochrane

durch dichte Wälder aufwärts

in der Moränenlandschaft, im Hintergrund der Gletschersee

Aufstieg in den Canyon Arroyo San Lorenzo

bergauf Richtung Moränen, links hinten der San Lorenzo

am Zeltplatz mit dem Asado in Bildmitte

8. und 9. Tag: Rückmarsch zum Ausgangspunkt – Cochrane

Rückmarsch zur Almhütte

Nach dem tollen gestrigen Tag nehmen wir Abschied vom San Lorenzo und marschieren den gleichen Weg zurück zur Almhütte Fundo San Lorenzo. Wenn alles gepackt und aufgeladen ist treten wir den 3-stündigen Rückmarsch an und genießen nochmals die tolle Landschaft. Am Abend feiern wir zusammen mit der Gastgeberfamilie den letzten Tag in dieser herrlichen Umgebung. Da der Michi unser Reiseleiter seinen Geburtstag heute feiert, wird es noch eine feuchtfröhliche und lange Nacht die für alle unvergesslich wird. Nach dieser langen oder auch kurzen Nacht treten wir dann schlussendlich den Rückweg an der uns zum Ausgangspunkt der Wanderung in den San Lorenzo Bergen führt Nach der Verabschiedung unserer Begleiter fahren wir noch die 120 km nach Cochrane und quartieren uns in einem Hotel ein.

nochmals ein schöner Blick auf die Cordon Cochrane

vergletscherte Gipfel

unsere Gastgeberfamilie

10. und 11. Tag: Cochrane – Paso Roballos – Estancia la Angostura – Tres Lagos – Nationalpark Los Glaciares

Eine lange Fahrtstrecke über 2 Tage führt uns zum Nationalpark Los Glaciares am Fitz Roy. Entlang des Rio Chacabuca fahren wir zum Pass Roballos und haben nach ca. 100 km die chilenisch argentinische Grenze erreicht. Nach den Passformalitäten führt die Strecke hinunter in die weitläufig patagonische Pampa. Vom kleinen Städtchen Bajo Caraclores fahren wir durch die windige Steppe südwärts nach Tres Lagos. Unterwegs schlagen wir unsere Zelte an der Estancia la Angostura auf wo wir eine Nacht verbringen. Estancias sind große Viehzuchtbetriebe die riesige Herden von Rindern, Schafen oder Pferden besitzen, die in den endlosen Landschaft Patagoniens grasen und aufwachsen. Am nächsten Morgen geht es weiter in Richtung Tres Lagos und fahren später westwärts am Nordufer des Lago Viedma entlang zum Nationalparkeingang Los Glaciares in El Chalten. Das Wetter spielt leider nicht so mit und wir bauen daher die Zelte in der Nähe des Ortes auf und genießen das Lagerleben.

unterwegs in der endlosen patagonischen Steppe

der San Lorenzo von der argentinischen Seite

Blick zum Viedma Gletscher am gleichnamigen See

unser Fahrzeug in Richtung Tres Lagos

schlechtes Wetter, das Fitz Roy Massiv in dunkle Wolken gehüllt

wunderschöne türkisblaue Seen

Zeltplatz bei El Chalten

12. Tag: Wanderung zum Basislager des Fitz Roy

Heute führt uns eine Tageswanderung zum Fuß des Fitz Roy. Wir fahren mit dem Bus ins das breite Tal des Rio de las Vueltas bis zum Ausgangspunkt der Wanderung am Rio Eléctrico. Von dort aus steigen wir am Rio Blanco in Richtung Fitz Roy auf und gelangen so zum Basislager. Aber das Wetter spielte am diesem Tag überhaupt nicht mit! Schon beim Aufstieg zum Basislager lernten wir die Gewalt der patagonischen Natur kennen. Sturm und Regen erwischten uns eiskalt. Der Wind und die Böen die lautstark und furchterregend im Tal heraufdonnerten zwangen uns in die Knie. Wir hielten uns an irgendwelchen Ästen fest oder kauerten am Boden, das wir vom Wind nicht weggeweht oder zu Boden geworfen worden wären. Das andere erledigte schlussendlich noch der Regen, der von allen Seiten aber auch von unten durch die Goretex Kleidung eingepresst wurde. Zum Schluss waren bis auf die Haut nass und am ganzen Körper war nichts mehr trocken. Kurz danach erreichten wir das Basislager wo wir in einer kleinen Holzhütte Unterschlupf fanden der uns für eine halbe Stunde ein trockenes Zuhause bescherte. Danach traten wir den Abstieg nach El Chaltén an. Aber je weiter wir nach El Chaltén wanderten desto weniger regnete es und wir waren froh unsere nassen Klamotten am Zeltplatz auszuziehen und alles am Feuer zum Trocknen auszulegen. Zum Abschluss des Tages sollte man jedoch sagen: Ein Tag wie dieser sollte jeder einmal in Patagonien erleben, dann versteht man eindrücklich was Naturgewalten sind. Leider ist das fotografieren nahezu unmöglich gewesen und deswegen gibt es hier fast keine Bilder. Einfach Schade in dieser grandiosen Landschaft.

Karte Fitz Roy

das breite Tal Rio de las Vueltas

Lagerleben am Abend

kurzer Blick auf die gewaltigen Gletscher

wieder ein kurzer Blick zum Fitz Roy

Trochnen der Schuhe nach dem patagonischen Sturm

El Chalten

13. Tag: El Chalten – Calafate – Perito Moreno Gletscher – Calafate

Nach einer kleinen Wanderung am Vormittag verabschieden wir uns vom Fitz Roy und fahren am Nordufer des Lago Viedma zurück zur Hauptstrecke. Durch die argentinische Pampa geht es 200 km südwärts zur Stadt Calafate am Lago Argentino. Die Stadt liegt 200 m hoch und hat heutzutage ca. 10000 Einwohner und ist Ausgangspunkt zum weltberühmten Perito Moreno Gletscher. Am Nachmittag besuchen wir am Südende des Los Glaciares Nationalpark den Perito Moreno Gletscher. Der etwa 60 km lange Gletscher fließt vom Campos de Hjelos Sur, dem südlichen Inlandeis, hinunter zum Lago Argentino. Dort brechen auf seiner 5 km breiten und ca. 60 m hohen Gletscherzunge regelmäßig riesige Eisblöcke ab, die als Eisberge im Lago Argentino enden und mächtige Wellen auslösen. Mit Glück kann man auch haushohe Eisblöcke abbrechen sehen, die mit einem gewaltigen Donner in den See stürzen. Dieser mächtige Eisstrom bietet am Ende seiner Reise ein Naturschauspiel das man nicht mehr vergisst. Danach fahren wir zurück nach Calafate wo wir in einem Hotel übernachten werden.

die Gletscherzunge des Perito Moreno Gletscher

die riesigen Eisabbrüche

der mächtige Gletscherstrom vom Campos de Hjelos Sur

blau schimmerndes Eis

14. Tag: Fahrt Calafate – Torres del Paine Nationalpark

Karte Torres del Paine

Die Fahrt geht südwärts weiter in Richtung Torres del Paine Nationalpark. Nach ca. 380 km erreichen wir die kleine Stadt Cerro Castillo am Rand des Nationalparks. Zuvor müssen wir die argentinisch-chilenische Grenze passieren. Aber kurz danach gelangen wir in den landschaftlich grandiosen 2420 km² umfassenden Nationalpark. Er wurde 1959 gegründet und 1978 zum Biosphärenreservat der UNESCO erklärt. Die Granitberge, die Torres del Paine sind die Wahrzeichen des Nationalparks die wir in den kommenden Tagen umrunden werden. Es sind drei nadelartige Gipfel die zwischen 2600 und 2850 Meter hoch sind und liegen in der Mitte des Parks. Nach der langen Fahrt richten wir unser Camp am Laguna Azul ein und blicken auf die gewaltigen Granittürme der Torres del Paine. Anschließend müssen wir die Rucksäcke für die 4 kommenden Tage packen. Schlafsack, Wechselwäsche für den Aufenthalt in den Hütten. Für die Übernachtung im Zelt am Camp los Perros benötigen wir zusätzlich eine Isomatte, Besteck, Teller und Essen. Der Rucksack ist vollgepackt und schwer.

der Zeltplatz am Laguna Azul

die Granittürme der Torres del Paine vom Laguna Azul

ein Specht bei der Arbeit

15. Tag: Laguna Azul – Lago Paine – Refugio Dickson

Unser erster langer Wandertag im Nationalpark Torres del Paine steht uns bevor. Von der Laguna Azul wandern wir nordwärts auf einem Fahrweg Tal einwärts zur Laguna Cebolla. Durch wunderschöne Wälder und Wiesen gelangen wir zum Fluss Rio Paine der uns zum Refugio Lago Paine bringt. Von dort aus wandern wir westwärts an der nördlichen Seite des Lago Paine entlang zum Refugio Dickson das auf einer Landzunge am Lago Dickson liegt. Unterwegs haben wir immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See Lago Paine und die in weiter Ferne schneebedeckten und vergletscherten Gipfel am Lago Dickson. Immer wieder müssen wir kleine Bäche überqueren und sumpfiges Wiesengelände überwinden, die entlang des Rio Paine liegen. Kurz vor dem Ziel gibt es eine kleine Überraschung. Um auf die andere Seite des Rio Paine zu gelangen müssen wir eine kleine Bootsüberfahrt unternehmen. Mit einem kleinen Schlauchboot überwinden wir den Rio Paine an einem Seil und sind schließlich kurzerhand an der ersehnten Hütte. Diese Hütte verfügt über Betten in Mehrbettzimmern, Duschen und einen sehr gemütlichen Aufenthaltsraum. Dort bekommen wir auch ein deftiges Abendessen und lassen den Abend bei Wein oder Bier ausklingen. Die sehr lange Tagesetappe beläuft sich auf ca. 26 km und die Gehzeit beträgt etwa 8 bis 9 Stunden wobei der Höhenunterschied nicht allzu groß ist.

auf dem Fahrweg zur Laguna Cebolla

herbstliche Stimmung

die Bootsüberfahrt über den Rio Paine kurz vor dem Ziel

im Wiesengelände des Rio Paine

das Schlauchboot

das Tal Rio Paine, im Hintergrund der Lago Paine

das schöne Refugio Dickson

16. Tag: Refugio Dickson – Camp los Perros

Blick auf die Berge von der Refugio Dickson

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von der Refugio Dickson und wandern weiter in Richtung John Garner Pass. Von nun an steigen wir bergauf. Zuerst verläuft der Weg durch jungen Baumbestand bevor es später in einen wunderschönen urwüchsigen Buchenwald geht. Hier finden wir einen typischen Tropenwald vor. Unser Weg führt oberhalb des Rio De Los Perros entlang, der nur ab und zu durch den dichten Wald erspäht werden kann. Nach ungefähr einer Stunde biegen wir in ein kleines Seitental ein. Kurz darauf müssen wir über einen Baumstamm einen kleinen Bach überqueren der uns wieder ins Haupttal zurückbringt. Im dichten Wald steigen wir weiter aufwärts und gelangen nach einer weiteren Stunde zum Fluss, der hier durch eine tiefe Schlucht donnert. Hier haben wir eine tolle Aussicht auf das Tal und den umliegenden Bergen. Über eine Brücke gelangen wir auf die andere Seite des Rio De Los Perros und steigen über ein Geröllfeld zur Moräne des Gletschers los Perros auf. Auf dem Gletschersee schwimmen kleine Eisberge die vom hinten liegenden Gletscher kalben. Von hier steigen wir weiter auf und gelangen über Geröllfelder zu einem Wald. Dort liegt auch das Camp los Perros wo wir in Zelten übernachten werden. Die Zelte stehen bereits schon und wir müssen nur noch unser zugeteiltes Quartier einräumen. Später wird mit dem mitgebrachten Essen das Abendessen zubereitet, dass wir anschließend genießen. Wir gehen heute frühzeitig zu Bett. Am nächsten Morgen geht es sehr früh los und wir haben eine sehr lange Tagesetappe vor uns. Die heutige reine Gehzeit beträgt ca. 4 – 5 Stunden.

Blick hinunter zum Lago Dickson

die kleine Bachüberquerung

das Tal mit dem dichten Buchenwald

der Übergang am Rio de los Perros

tolle Aussicht auf die Granitberge

der Gletschersee mit dem Gletscher los Perros

17. Tag: Camp los Perros – John Garner Pass – Grey Hütte

Vom Camp los Perros steigen wir durch einen wunderschönen Wald aufwärts. Bald verlassen wir den Wald und gelangen in sehr sumpfiges Gelände. Hier muss sich jeder seinen eigenen Weg durch den Morast suchen. Die Schuhe bleiben jedenfalls nicht sauber. Man zieht eventuell sogar Gamaschen an um halbwegs trocken zu bleiben. Es geht nur langsam voran bis wir über Geröllfelder aufwärts steigen. Dort ist die Route mit Stangen markiert. Nach 3 Stunden erreichen wir den 1300 m hohen John Garner Pass. Das Wetter am heutigen Tag ist unwahrscheinlich schön und wir blicken auf den riesigen Eisstrom des Grey Gletschers hinunter. In der Ferne sehen wir das Inlandeis mit seinen vergletscherten Gipfeln. Dieser Ausblick wird für alle Zeit unvergesslich bleiben. Diese gewaltigen Eismassen des Inlandeises speisen den 20 km langen Grey Gletscher der am Lago Grey endet und kalbt. Nach dieser herrlichen Pause steigen wir vom Pass über Geröll links haltend zum Waldrand ab. Dann beginnt der sehr steile Abstieg im Wald hinunter zum Grey Gletscher. Auf nur 2 km steigen wir 800 Höhenmeter ab. Dann führt der Weg, immer im dichten Wald, oberhalb des Gletschers entlang. Dieser Teil des Weges wird nicht sehr gut unterhalten und wir müssen oft über umgestürzte und querliegende Baumstämme klettern. Daher ist das Vorwärtskommen sehr mühsam und langsam. Aber unterwegs genießen wir immer wieder die tollen Ausblicke auf den breiten mit Spalten durchzogenen Grey Gletscher. Auf dem Weg zur Grey-Hütte müssen auch öfters Schluchten durchquert werden, mit kleinen Auf- und Abstiegen, die zum Schluss sehr an der Kraft zehren. Nach einer sehr harten Etappe gelangen wir zur Grey-Hütte die am Ende des Grey-Gletschers liegt. Nach ca. 10 bis 12 Stunden reine Gehzeit, je nach Tempo, erreichen wir überglücklich das Ziel. Am Abend wir dieser lange und grandiose Tag noch ausgiebig gefeiert.

im sumpfigen Gelände oberhalb des Camp los Perros

die umliegenden Berge beim Aufstieg

Blick zum Inlandeis

nochmals der Blick zum Inlandeis oberhalb der Waldgrenze

der riesige breite Grey-Gletscher

Durchquerung einer Schlucht

der Grey-Gletscher

Blick auf die Berggipfel oberhalb der Hütte

über Geröllfelder aufwärts zum Pass

der Beginn des Abstieges nach dem Pass

durch dichten Wald Richtung Grey-Hütte

kurze Pause

Blick nach oben

hochaufragende Eisberge

kleine Eisimpressionen auf dem See

am John Garner Pass, unten der Grey-Gletscher

Tiefblick auf den spaltendurchzogenen Grey-Gletscher

immer wunderschöne Blicke auf den Gletscher

durch dürre Wälder

schwimmende Eisberge im Lago Grey

an der Grey Hütte

Abendstimmung

18. Tag: Refugio Grey – Lago Pehoe – Salto Chico – Zeltplatz Hosteria Las Torres

kurz nach der Grey-Hütte

Das Wetter hat sich wieder geändert und wir wandern am Lago Grey entlang, im leichten auf und ab, zum Refugio Pehoe. Die Wanderzeit beträgt bis dorthin 3 bis 4 Stunden. An der dortigen Anlegestelle erfolgt die Fährüberfahrt zur Rangerstation Guarderia Lago Pehoe. Die Überfahrt über den Lago Pehoe dauert ca. 1,5, Stunden und wir genießen die Aussicht auf die Berge. Nun sind wir wieder in der Zivilisation und wir verstauen unser Gepäck in den Bus. Von hier machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Salto Chico. Es ist ein mächtiger Wasserfall des Rio Paine der zwischen dem Lago Pehoe und dem Lago del Toro liegt. Nach dem Besuch fahren wir zurück und können unterwegs mit etwas Glück Guanakos sehen. Unser heutiges Ziel ist der Campingplatz in der Nähe der Hosteria Las Torres. Am Abend blicken wir auf die Granittürme der Torres del Paine die im einem atemberaubenden Abendlicht stehen.

Blick auf den Grey-Gletscher

an der Refugio Pehoe

der Salto Chico

der Weg zum Lago Pehoe

die Cuernos vom Lago Pehoe

immer wunderschöne Ausblicke auf die Berge

kleine und große Eisberge auf dem Lago Grey

nach der Fährüberfahrt an der Rangerstation

ein Guanako an der Straße

19. Tag: Wanderung zum Aussichtspunkt Torres del Paine über dem Camp Torres

Der letzte Wandertag führt uns durch das wilde Bachtal des Rio Ascencio zum Aussichtspunkt über dem Camp Torres. Durch Wälder steigen wir das schöne Tal hinauf bis zum Camp Torres. Nach der Baumgrenze beginnt schließlich der letzte steile Aufstieg über Geröll zum Aussichtspunkt. Der Blick geht hinüber auf die steil aufragenden Granitnadeln der Torres del Paine. Bei schönem Wetter spiegeln sich diese gewaltigen Türme in einem unterhalb liegenden Gletschersee. Mit etwas Glück können wir auch Kletterer in den imposanten Wänden sehen, die wie Ameisen aussehen. Nach der Rast wandern wir den gleichen Weg zurück und können am Tal Ende in einer kleinen Hütte eine Trinkpause machen. Danach geht es weiter abwärts zu unserem Zeltplatz.

Fahrt über eine Brücke zum Zeltplatz

Blick am frühen Morgen auf die Torres del Paine

konzentriertes Steigen ist angesagt

Abstieg durch das Tal des Rio Ascencio

Sonnenaufgang am Zeltplatz

die Torres del Paine

Am Talende die kleine bewirtschaftete Hütte

das letzte Steilstück zum Aussichtspunkt

der Rastplatz

Blick in Richtung Zeltplatz, rechts der Lago Nordenskjöld

20. Tag: Fahrt vom Torres del Paine Nationalpark nach Puerto Natales

das Riesenfaultier Mylodon

Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von Nationalpark Torres del Paine und fahren südwärts nach Puerto Natales. Unterwegs besuchen wir noch eine Höhle wo 1896 der Entdecker Hermann Eberhard Fell- und Knochenreste eines Riesenfaultiers (Mylodon) fand. Ebenso ist die Höhle eine archäologische Fundstätte der ersten Besiedelung Patagoniens. Sie wurde von den damaligen Siedlern zugemauert. Man vermutet, dass sie das Mylodon als Fleischreserve in der Höhle gefangen hielten. Nach dem Besuch der Höhle fahren wir die letzten 25 km nach Puerto Natales wo wir in einem Hotel übernachten werden. Die Hafenstadt Puerto Natales hat ca. 19000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Provinz Última Esperanza. In einem nahegelegenen Fischrestaurant genießen wir die Köstlichkeiten des Meeres wie Lachs und lassen den letzten Abend in Patagonien ausklingen.

der Eingang der Mylodon-Höhle

am hinteren Ende

Puerto Natales

21. Tag: Puerto Natales – Pinguin-Kolonie – Punta Arenas – Santiago de Chile

Der letzte Tag in Patagonien beginnt. Wir fahren 190 km südwärts nach Punta Arenas. Unterwegs besuchen wir noch eine Pinguin-Kolonie in der Otway-Bay. Dort können wir hautnah die Magellan-Pinguine beobachten die links und rechts des ausgeschilderten Weges brüten und ihre Nester beschützen. Zu sehen sind auch Darwin-Nandus. Das sind flugunfähige Laufvögel die ein graues oder grau-braunes Gefieder haben und etwa 15 bis 25 kg schwer sind. Nach dem Besuch der Pinguin-Kolonie fahren wir die restlichen Kilometer nach Punta Arenas. Leider sehen wir die Stadt, die an der Magellanstraße und auf der Brunswick-Halbinsel ist, nicht. Wir werden gleich zum Flughafen gebracht werden wo wir am späten Nachmittag den 4-stündigen Rückflug nach Santiago de Chile antreten. Vom Flughafen bringt uns der Bus in ein zentralgelegenes Hotel.

Blick von der kleinen Hafenstadt Puerto Natales

Andenfuchs

Darwin-Nandu

in der Pinguin-Kolonie an der Otway-Bay

Magellan-Pinguine am kiesigen Strand

Magellan-Pinguin

ein Pinguin-Paar in ihrem Nest

22. und 23 Tag: Rückflug nach Deutschland

Bis zum Nachmittag kann jeder seine Freizeit gestalten wie er will. Die letzten Einkäufe erledigen, durch die Straßen bummeln oder auch nur ein Kaffee trinken. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schließlich werden wir am Nachmittag zum Flughafen gebracht wo wir den langen Rückflug nach Deutschland antreten. Es war eine schöne Zeit in Patagonien!